Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruskrankheit des Gehirns und des Rückenmarks. Das Virus wird durch Zeckenbiss übertragen. Die Durchseuchungsrate der Zecken mit dem FSME-Virus liegt je nach Gebiet zwischen 0,05 – 5%. Der Neckarraum ist ein Gebiet mit höheren Durchseuchungsraten. In Jahren mit mäßigen Wintern ist im Frühsommer die Zeckenaktivität und damit die Übertragungsrate erhöht. Bei einem Drittel der von virusinfizierten Zecken gestochenen Menschen kommt es nach 5-14 Tagen zu grippeähnlichen Symptomen mit Kopf-, Hals und Gliederschmerzen. Es folgt eine zweite Erkrankungsphase mit Entzündung des zentralen Nervensystems. Bei 10-30% der Patienten kann es zu Folgeschäden mit lang anhaltenden Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Lähmungserscheinungen kommen. Auch Leber und Herzmuskel können befallen werden. Etwa 0,5-2 % der Schwererkrankten sterben. Die Erkrankung verläuft bei Erwachsenen schwerer als bei Kindern, die Genesungsdauer ist lang. Die FSME-Impfung ist ein wichtiger Schutz gegen die durch Zeckenbiss übertragene Gehirnentzündung.
Die FSME-Impfung schützt nicht vor der Borreliose, einer anderen Erkrankung, die auch durch Zecken übertragen wird. Eine Infektion mit Borrelien kann man häufig an der länger anhaltenden und sich ausbreitenden Hautrötung um die Bissstelle erkennen.